Praktische Erfahrung auf Hospitation in Stettin

09.09.2025

Das Projekt Temicare 2.0 öffnet die Tür für einen Erfahrungsaustausch zwischen medizinischem Personal und besonders engagierten Medizinstudenten aus Polen und Deutschland. Peter Ahrenberg, Kinderkrankenpfleger und Medizinstudent, der im Forschungslabor der Kinderonkologie an der Universitätsmedizin Greifswald an seiner Promotion arbeitet, hat diese Möglichkeit genutzt.

Peter Ahrenberg absolvierte im Juli 2025 seine Hospitation in der Abteilung für Nuklearmedizin am Uniklinikum Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität in Szczecin. Wir haben ihn gebeten, uns seine Eindrücke von diesem Aufenthalt zu schildern… und hier kommen sie:

„Im Rahmen des Temicare 2.0-Projekts hatte ich die Möglichkeit, eine fünftägige Hospitation in der Abteilung für Nuklearmedizin des Uniklinikums Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität Stettin zu absolvieren. Für mich als Medizinstudent der Universitätsmedizin Greifswald war dies eine bereichernde Erfahrung, die mir neue Einblicke in ein hochspezialisiertes Fachgebiet eröffnet hat.

Während meiner Hospitation konnte ich ein breites Spektrum nuklearmedizinischer Verfahren kennenlernen. Besonders spannend war es, die Durchführung verschiedener Szintigraphien mitzuerleben und die diagnostische Bedeutung dieser Untersuchungen im klinischen Alltag zu verstehen. Darüber hinaus hatte ich die Gelegenheit, Einblicke in die Lutathera-Therapie zu erhalten, eine moderne Form der Radioligandentherapie, die insbesondere bei neuroendokrinen Tumoren eingesetzt wird. Auch die Durchführung einer Radiosynoviorthese, ein für mich bislang nur theoretisch bekanntes Verfahren, konnte ich beobachten und damit wertvolle praktische Eindrücke gewinnen.

Neben den klinischen Abläufen war der interdisziplinäre Austausch mit Ärztinnen, Ärzten und Mitarbeitenden der Abteilung von großem Wert. Ich konnte viele Fragen stellen und erhielt detaillierte Erklärungen zu den einzelnen Untersuchungs- und Therapieverfahren. Dieser offene und kollegiale Umgang machte es mir leicht, nicht nur medizinisches Fachwissen, sondern auch organisatorische Strukturen und Abläufe in einer universitären Abteilung für Nuklearmedizin kennenzulernen.

Auch die Stadt Stettin selbst hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, das maritime Flair, die Nähe zum Wasser und die lebendige Atmosphäre haben meinen Aufenthalt zusätzlich bereichert.
Die Hospitation in Stettin war für mich sowohl fachlich als auch persönlich eine große Bereicherung. Ich habe mein Wissen in einem für die moderne Onkologie und Pädiatrie wichtigen Bereich vertiefen können und zugleich einen Eindruck davon gewonnen, wie wertvoll ein grenzüberschreitender wissenschaftlicher und klinischer Austausch ist. Ich bin überzeugt, dass diese Form der Zusammenarbeit den medizinischen Fortschritt fördert und hoffe, dass auch künftig viele Studierende und junge Ärztinnen und Ärzte von ähnlichen Erfahrungen profitieren können.“